Budokon - Wenn Yogi auf Krieger trifft

Erfahrungsbericht über meinen ersten Budokon Workshop

Als ich das erste Mal von Budokon gehört habe, dachte ich mir "Nicht schon wieder so ein sinnloser Yogatrend." Irgendwie kreuzte Budokon aber immer wieder meine Wege und irgendwann packte mich die Neugierde und ich meldete mich für einen Budokon Workshop an. Der Begriff Budokon kommt aus dem Japanischen. Bu kann mit Krieger, Do mit Weg und Kon mit Seele übersetzt werden. Der Gründer, Cameron Shayne, beschrieb es so: "Es ist die Reise, den eigenen inneren Krieger zu erkennen und mit innerem Frieden wahrzunehmen."


Mir wurde schnell klar, dass Budokon kein Yogastil ist. Vielmehr kombiniert es Yoga, Martial Arts, Calisthenics und Animal Locomotion miteinander.


Hä?? Was wird da kombiniert? ??


So habe ich jedenfalls reagiert als ich das zum ersten Mal gehört habe. Ich konnte nichts mit Calisthenics anfangen und bei Animal Locomotion hatte ich nur eine vage Vorstellung. Calisthenics ist Eigengewichtstraining durch eine Kombination von Ausdauer, Kraft und Körperbeherrschung, gepaart mit Ästhetik und eleganten Bewegungsabläufen - "schöne Kraft" eben (das ist die Übersetzung des Worts Calisthenics aus dem Altgriechischen) . Animal Locomotion betrachtet jede Form der Bewegungsmöglichkeiten die Tiere zur Fortbewegung nutzen. Im Budokon liegt ein Fokus darauf, dass der Mensch aus einem Vierbeiner zu einem Zweibeiner wurde. Es werden die vergessenen Bewegungsmuster von Vierbeinern untersucht, die auch unseren Körper stark gemacht haben.


Was mir gleich gut gefallen hat, ist das Gefühl von Gemeinschaft. Ich habe an dem Wochenende viele liebe, offene, neugierige und interessante Menschen kennengelernt mit echtem Interesse für den anderen. Budokon Yoga spricht durch seine kraftvollen Bewegungen auch mehr Männer an und es kommt dadurch zu einer guten Mischung zwischen beiden Geschlechtern. Jedes Geschlecht ist bei Budokon mit Elementen konfrontiert, die eher weiblich oder eher männlich sind. So hat jeder sein eigenes Gebiet in dem man wachsen muss. Mir hat außerdem der holistische Ansatz gefallen. Neben Bewegung werden im Budokon zwischenmenschliche Beziehungen, eigene Gedankenkonstrukte, Emotionen, Ernährung und den Bezug zur Umwelt betrachtet.

Ich werde aus diesem Wochenende vorallem die Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten, die ich fast vergessen habe, mitnehmen. Das Fließende anstatt das Statische - ganz stark und doch anmutend & achtsam.


Eben stark aber nicht hart, weich aber nicht schwach.


Für weitere Infos: http://budokon.com/budokon-germany/


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